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Volksbank Kirchhellen eG Bottrop
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Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2009

 

„Verlässlichkeit, Partnerschaft und hohe Qualität“ 

Volksbank setzt auf genossenschaftliche Werte/Barbara Wischermann und Rudolf Allekotte wieder in den Aufsichtsrat gewählt

 

Bottrop. Positive Zahlen, einstimmige Ergebnisse und die klare Ausrichtung, anders zu sein als andere Banken: Dies präsentierte die Volksbank Kirchhellen eG Bottrop ihrer Vertreterversammlung am Montag im Brauhaus am Ring. Dabei kritisierte Vorstands-
mitglied Eberhard Kreck deutlich „die leider undifferenzierte Kritik gegenüber den Banken“. Die deutschen Genossenschaftsinstitute – und damit auch die Volksbank – könnten sich zu Gute halten, nicht Teil des Problems zu sein. „Vielleicht sind wir in gewisser Weise ein Teil der Lösung“, sagte der Vorstand.
 
Kreck sagte weiter, er habe Verständnis dafür, dass die Banken an den Kosten der Krise beteiligt werden. Aber es sei eine Ungerechtigkeit, die vergleichsweise risikoarmen Genossenschaftsbanken mit ihren engen Margen aus dem traditionellen Bankgeschäft in eine Risikogemeinschaft zu drängen mit der Finanzindustrie, die nach wie vor hohe Risiken eingehe. Bei all den Diskussionen sei zu bedenken, dass das Geld, das in eine Bankenabgabe fließe, nicht mehr zur Eigenkapitalbildung in den Banken und damit nicht mehr zur Kreditvergabe an den Mittelstand zur Verfügung stehe.
 
Verlässlichkeit, Partnerschaft und hohe Qualität – das seien die Erwartungen der rund 35.000 Kunden an die Volksbank, so Kreck weiter. Und genau diese Werte stelle die Kreditgenossenschaft mit ihren 133 Mitarbeitern und rund 13.000 Mitgliedern in den Mittelpunkt ihres Handelns. Mit Erfolg: „Ihre Volksbank ist stark und solide, auch in der Krise.“ Die Bilanzsumme 2009 wuchs um fast 6,5 Prozent auf 558,6 Millionen Euro. Das Kundengesamt-
volumen zeigt die Gesamtheit aller Einlagen und Kredite inklusive der betreuten Werte und stieg um 4,5 Prozent auf 1,087 Milliarden Euro. 

„Was vor nicht allzu langer Zeit als etwas verstaubt, zumeist aber als langweilig betrachtet wurde, stellt sich nun als Stütze weiter Teile der deutschen Wirtschaft heraus“, so Kreck weiter über das genossenschaftliche Geschäftsmodell: „Wir müssen aber feststellen, dass wir uns einem aggressiven Wettbewerb mit staatlich gestützten Banken stellen müssen, die den Vorteil der staatlichen Unterstützung ausnutzen und ausspielen. Wir erleben derzeit in unserer Branche eine so noch nie da gewesene Wettbewerbsverzerrung.“
 
Im Privatkundengeschäft sorgte aber das Kundenvertrauen für deutliches Wachstum. Die Kundeneinlagen stiegen um 8,1 Prozent auf jetzt 388,8 Millionen Euro. „Dabei hatte und hat Sicherheit eine hohe Priorität“, machte der Vorstand deutlich. Auch erlebte das fast schon tot geglaubte Sparbuch aufgrund der Zinsentwicklung eine Renaissance. Mit einem satten Plus von 6,8 Prozent legten die Spareinlagen im vergangenen Jahr zu. Die Tages- und Termingelder stiegen um 11,9 Prozent auf 207,4 Millionen Euro. 

Ausgeweitet wurde laut Kreck auch das Engagement für den Mittelstand: „Wir haben wesentlich zur Versorgung der mittelstän-dischen Unternehmen mit Krediten in unserer Region beigetragen.“ Das Kreditgeschäft mit gewerblichen und mittelständischen Kunden legte um 3,8 Prozent zu. Außerdem wurden 262 Förderkredit-Anträge (plus 36,5 Prozent) über 15,5 Millionen Euro (plus 72,8 Prozent) gestellt. Insgesamt hat die Volksbank aktuell 337,5 Millionen Euro an Mitglieder und Kunden ausgeliehen: „Von Kreditklemme kann also keine Rede sein.“
 
Beim bilanziellen Eigenkapital der Volksbank falle auf, dass das Institut gut aufgestellt sei, mit 34,4 Millionen Euro liege es 5,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Zinsüberschuss stieg um 9,2 Prozent auf 12,9 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss erreiche mit vier Millionen Euro nahezu Vorjahresniveau. Die Verwaltung kostete 4,1 Millionen Euro. Das gute Betriebsergebnis von 5,2 Millionen Euro (plus 32,3 Prozent) basiert auf nachhaltigem Geschäft, ein gewichtiger Teil dieses Ergebnisses wird für die Risikovorsorge verwandt: „Mit diesem Aufbau setzen wir unverändert und konsequent unsere vorsichtige Bilanzpolitik fort“, so Kreck.
 
Der Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit ist um 32,3 Pro-zent auf 3,6 Millionen Euro gestiegen. Unter Berücksichtigung des Steueraufwandes von 1,5 Millionen Euro stieg der Jahres-überschuss um 49,8 Prozent auf 2,2 Millionen Euro. „Mit unserem Jahresergebnis können wir – auch im Vergleich zu anderen Geldinstituten unserer Größe – zufrieden sein. Es bestätigt die gute Entwicklung der letzten Jahre“, sagte der Vorstand und schlug eine sechsprozentige Dividende vor, die einstimmig angenommen wurde. 1,9 Millionen Euro wurden in die Rücklagen eingestellt. Vorstand und Aufsichtsrat wurden zudem entlastet, Barbara Wischermann und Rudolf Allekotte wurden anschließend einstimmig als Aufsichtsratsmitglieder wieder gewählt.